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Was versteht man unter der Videoüberwachung?

written by seokueche
at 12:47 pm
on Mai 27, 2010
in Computer, PC
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Die Videoüberwachung ist ein kontrovers diskutiertes Thema in der Öffentlichkeit. Doch wie definiert sich diese genau und wo liegen die Vor- und Nachteile einer solchen Überwachung?

Unter Videoüberwachung versteht man die visuelle Überprüfung eines bestimmten Sichtfeldes durch eine oder mehrere Überwachungskameras. Eine zusätzliche akustische Aufnahme der Umgebungsgeräusche ist dabei in der Regel nicht gegeben. Eingesetzt wird ein solches System vor allem auf privatem Gelände und in öffentlichen Einrichtungen. Aber auch die Art der Videoüberwachung weicht doch stark untereinander ab. So existieren Systeme, welche lediglich Videos aufzeichnen, welche nur im Bedarfsfall im nachhinein abgerufen werden. Als Beispiel hierfür kann die Kamera auf dem Hinterhof einer Fabrik gelten. Andere Systeme, beispielsweise das Videoüberwachungssystem eines Casinos, werden auf zahlreiche Bildschirme in Echtzeit übertragen, welche ebenso zeitnah von Personen überwacht werden. Die Aufnahmen eines klassischen Überwachungsvideos sind meist schwarz weiß und relativ schlecht aufgelöst, da sonst schlicht zu große Datenmengen anfallen würden. Eingesetzt werden hierfür Überwachungskameras. Diese setzen sich in der Regel aus einer Halterung, einem Objektiv, einem Gehäuse und einem CCD- bzw. CMOS Chip zusammen.

Die Vorteile der Videoüberwachung äußern sich in dreierlei Hinsicht. So ist zum einen eine präventive Wirkung zu verzeichnen. Weis beispielsweise eine Person um die Existenz einer Überwachung in einem bestimmten Bereich, so sind dort sowohl spontane als auch geplante Straftaten unwahrscheinlicher. Dies trifft vor allem auf öffentliche Plätze und Einkaufszentren zu. So konnte in solchen Regionen, in welchen offensichtlich Kameras angebracht sind, ein Rückgang von Straftaten bewiesen werden. Zum anderen helfen derartige Systeme dabei, bereits begangene Straftaten zu überprüfen und die Täter zu identifizieren. Auf diese Tatsache stützt sich vor allem die Polizei bei ihren Ermittlungen und bei der Aufrollung der Beweisführung. Letztlich ist noch die Identifikation und Reaktion in Echtzeit zu nennen. In diesem Zusammenhang kann wieder das bereits erwähnte Casino als Beispiel herangezogen werden. So können beispielsweise Kartenzähler von der Security erkannt und daraufhin entsprechend entfernt werden.

Der große Nachteil der Videoüberwachung ist der ethische Aspekt. So können kleinräumige und private Überwachungsmaßnahmen noch durchaus nachvollzogen werden. Sobald es allerdings zur Installation eines komplexen und großflächigen Systems kommt, so darf die Privatsphäre des Individuums in Frage gestellt werden. Zudem muten derartige Systeme nach einem Überwachungsstaat an, in welchem die Grundrechte des Bürgers stark bedroht bzw. eingeschränkt sind. Als Beispiel hierfür kann London gelten, wo derzeit die höchste Dichte an Überwachungskameras innerhalb einer Stadt zu verzeichnen ist.

Die Videoüberwachung ist damit zurecht eine kontrovers diskutierte Thematik, welche eine Konfrontation der Sicherheit mit der Freiheit der Bürger provoziert.


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