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Menorcas Natur

written by Tobias_R
at 8:07 pm
on November 21, 2007
in Pflanzen, Garten, Tiere
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Wussten Sie das schon?

Wenn Sie nach Menorca fliegen, steuern Sie ein Biosphärereservat an! Und zwar seit 1993, denn damals hat die UNESCO beschlossen, Menorca diesen Titel zuzugestehen. Und der bedeutet immerhin, dass Menorca es geschafft hat, trotz des Massentourismus seine vielfältige Naturschönheit zu bewahren. Eine ziemlich anspruchsvolle Aufgabe, die jedes Jahr neu erfüllt werden muss, sonst wird der Titel wieder aberkannt.

Dementsprechend steht ein Großteil der Insel unter Naturschutz, nämlich mehr als 40 Prozent! Dazu gehört beinahe der ganze Norden der Insel, sowie zahlreiche Küstenabschnitte.

Besonders die so genannten barrancs sind Orte üppigster und facettenreichster Vegetation! Bei ihnen handelt es sich um Wassergräben, die auf natürliche Weise entstanden sind, nämlich durch das unermüdliche Niederprasseln des Regens auf das Kalkgestein. Dank des Windschutzes, den die Felswände bieten, ist im Laufe der Jahrhunderte blühende Biotope entstanden, die zahllosen Pflanzenarten Asyl bieten.

Sollten Sie Ihren Menorca Urlaub im Süden der Insel verbringen und Naturliebhaber sein, so müssen Sie sich unbedingt eine dieser Oasen ansehen, zum Beispiel den Barranc d’Algendar.

Darüber hinaus gibt es auf Menorca auch besondere Tierarten, die man an kaum einem anderen Ort sonst vorfinden kann. Vielleicht kriegen Sie in ja zu sehen, den Königsmilan. Zu diesem Zweck sollten Sie sich jedoch entweder an den Steilküsten aufhalten, oder irgendwo, wo Sie einen guten Ausblick über den Wald haben. In beiden Fällen handelt es sich um bevorzugte Nistplätze des Vogels.

Wenn Sie jedoch die Balearenspitzmaus finden wollen, müssen Sie schon in sämtliche Mauerritzen und schattige Winkel spähen. Das Tierchen ist ebenso zierlich wie scheu.

Weniger schüchtern dagegen ist der weiße Geier, moixeta genannt. Dabei stünde es ihm eigentlich viel besser zu Gesicht, sich vor dem ein oder anderen prüfenden Blick zu verbergen, denn eine sonderliche Schönheit ist er nun nicht gerade. Wer dennoch neugierig auf ihn ist, muss in den nördlichen Teil Menorcas fahren. Dort hält sich der Vogel in der Küstengegend auf und sieht es auch überhaupt nicht ein, im Herbst weiter in südliche Gefilde zu ziehen.

Warum auch? Er ist ja hier schließlich zu Hause.


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