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Ist das Anbringen einer Wärmedämmung an der Fassade immer erlaubt?

written by Gabla
at 1:02 am
on Juli 16, 2009
in Haus & Bett
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Nicht nur die Wahl der richtigen Wärmedämmung stellt Bauherren vor immer neue Herausforderungen, die sich vor allem in den sich ständig weiter entwickelnden Materialien begründen, auch die Frage nach der Rechtmäßigkeit nimmt einen immer wichtigeren Platz in der Planung ein. Diese taucht vor allem dann auf, wenn es um die Renovierung von Altbauten geht, die auf kleinen Grundstücken stehen. Hier kann es durch das Anbringen einer Wärmedämmung an der Fassade durchaus dazu führen, dass die gesetzlich vorgeschriebenen Abstände des Gebäudes zur Grundstücksgrenze dann nicht mehr eingehalten werden können. Doch auch das heißt noch nicht, dass es den Eigentümern dieser Gebäude verboten wäre, eine Wärmedämmung an der Fassade anzubringen. Dann ist es allerdings nötig, vor Beginn der Bauarbeiten die Zustimmung der unmittelbaren Nachbarn einzuholen. Durch diese Unterschriften können des gesetzlichen Regelungen umgangen werden, und sie haben auch dann noch bestand, wenn ein Nachbar sein Grundstück verkauft. Der Käufer muss hier die Zustimmung mit übernehmen.

Hat man allerdings bereits angefangen, eine Wärmedämmung auf der Fassade anzubringen, oder ist gar damit schon fertig, bevor festgestellt wird, dass hierdurch der Grenzabstand zu gering wird, kann dies zu Problemen führen. Ist hier ein Nachbar beteiligt, der es auf Streit anlegt, so kann dieser vor Gericht erwirken, dass die Wärmedämmung wieder von der Fassade entfernt werden muss, was natürlich für den Bauherren erheblich Kosten verursacht. Es ist deshalb im Zweifelsfalle immer sinnvoll, bereits vor Baubeginn diese Fragen zu klären und nötigenfalls auf eine Entscheidung der Nachbarn Rücksicht zu nehmen, auch dann, wenn diese für den Bauherren selbst keine Logik darstellt.

Gaby Lange

gablang1@aol.com


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