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Geschichte der Malediven

written by Tobias_R
at 8:04 pm
on November 21, 2007
in Urlaub, Reise
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Heutzutage sind die Malediven ein beliebtes Reiseziel für Taucher, Schnorchler, Sonnenanbeter, und Surfer. Die meisten verbinden mit einem Urlaub auf den Malediven Urwald, Exotik, phantastische Unterwasserwelten und den Charakter der „einsamen Insel“.

Einige der zahlreichen Inseln sind noch nicht einmal für den Tourismus freigegeben. Dort wohnen lediglich die Einheimischen und man benötigt eine staatliche Erlaubnis, um sie zu besuchen.

Doch wie kam es überhaupt dazu, dass die übrigen Inseln, wie zum Beispiel Kuramathi, zu solch einem beliebten Reiseziel wurden?

Hier nun ein kleiner Einblick in die Geschichte der Malediven.

Geht man ganz an den Anfang zurück, also zu den ersten Besiedlungen, landet man im fünften vorchristlichen Jahrhundert. Die ersten Siedler waren Fischer buddhistischen Glaubens, die aus Indien stammten. Ihr Ziel war die Insel Ceylon, die man heute unter dem Namen Sri Lanka kennt. So verging die Zeit, genau genommen gut 1600 Jahre, in denen Ceylon buddhistisch geprägt war. Ab dem 12. Jahrhundert jedoch hatten wohlhabende muslimische Kaufleute das Sagen. Von nun an herrschten verschiedene Sultane über die Insel im Zeichen des Islam.

Als nächstes kamen die Portugiesen, nämlich um 1558. Ihre Besetzung der Malediven war allerdings nur bedingt erfolgreich, da sich der amtierende Herrscher durchaus zu wehren wusste. Acht Jahre lang hielten die Portugiesen den zermürbenden Guerilla-Krieg durch, dann zogen sie unverrichteter Dinge wieder von dannen.

Erst im 17. Jahrhundert schaffte ein kleines Land das, was den Spaniens Nachbarn zuvor missglückt war: Die Niederlande übernahmen die Regierung der Malediven, indem sie ein Protektorat einrichteten. Und wieder war Ceylon der Ort, an dem sich alles abspielte.

Doch lange währte die niederländische Herrschaft nicht, denn schon stand der nächste Interessent in den Startlöchern – Britanien. Und so waren es nun die Briten, die tatsächlich bis 1965 das Protektorat über die Malediven ausübten.

Dennoch erhielten die Inselgruppen im Indischen Ozean ihre erste Verfassung im Jahre 1932 aus den Händen eines Sultans, nämlich Mohammed Shamsudeen III.

In den folgenden Jahrzehnten tat sich in politischer Hinsicht einiges. Von der Republik zurück zum Sultanat, (übrigens per Volksabstimmung entschieden), dann ein Zugeständnis der Briten zur inneren Autonomie, schließlich der vollständige Abschied Großbritanniens.

So waren die Malediven um 1965 endlich wieder unabhängig. Mag es damit zusammenhängen, oder nicht, sieben Jahre später begann der Massentourismus die Atolle für sich zu entdecken.


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