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Extrakorporale Stosswellentherapie – Eine erfolgreiche Therapiemethode

written by Raschel
at 4:56 pm
on März 22, 2009
in Medizin
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Es gibt viele Krankheiten und Leiden, die einen im Alltag sehr beeinträchtigen, gegen die man aber nicht anzukommen glaubt, da bisher alle Behandlungsversuche gescheitert sind. Doch zumeist fehlt einem lediglich das fachliche Wissen über die heutigen Mittel der Medizin, denn der rasante Fortschritt in der medizinischen Forschung macht es immer wieder möglich, bisher nur schwer oder überhaupt nicht behandelbare Krankheiten nun erfolgreich zu therapieren. Waren zum Beispiel früher bei einigen Krankheiten blutige Operationen unausweichlich, so kann man viele von ihnen heute ambulant, weniger schmerzhaft sowie für den Patienten unkomplizierter und angenehmer behandeln. Bedauerlicherweise sind zahlreiche dieser modernen Therapiearten in kleinen Allgemeinarztpraxen noch nicht präsent und der Behandelte erlangt aufgrund dessen keine Kenntnis von seinen Möglichkeiten. Eine einwandfreie Sachkenntnis und umfassende Aufklärungsarbeit des ausgewählten Arztes sind ungemein von Bedeutung.
Zwei Musterbeispiele für dermassen innovative, effiziente und unersetzliche Behandlungsformen der Gegenwart sind die Extrakorporale Stosswellentherapie (kurz: ESWT) sowie die Extrakorporale Stosswellenlithotripsie (kurz: ESWL). Sie dienen heutzutage primär der Heilung von lang andauernden, bislang unheilbaren orthopädischen Erkrankungen, die bisher noch operiert, ansonsten stationär therapiert werden mussten, sind überdies auch noch risikoarm und verursachen so gut wie keine Nebenwirkungen. Ihren Ursprung hat die Extrakorporale Stosswellentherapie in den Jahren nach 1970, wo sie in Form der Extrakorporalen Stosswellenlithotripsie dafür benutzt wurde, Patienten von Harn- und Nierensteinen zu befreien und ihnen dadurch einen lästigen stationären Aufenthalt zu ersparen. Durch die Bündelung von Schalldruckwellen in der betroffenen Körperregion werden beispielsweise Verkalkungen zu einer Art feinem Sand zerrieben, der vom Körper auf natürliche Weise ausgeschieden wird. Die Extrakorporale Stosswellentherapie wird operationsersetzend regelmässig bei orthopädischen Erkrankungen angewendet, wie z. B. bei Pseudarthrose oder Hüftkopfnekrose. Dies sind zwei schmerzhafte Knochenheilungsstörungen, die die Betroffenen in der Bewegungsfreiheit stark einschränken.
Pseudarthrose liegt vor, wenn sich sechs Monate nach einem Knochenbruch der Knochen noch nicht stabilisiert hat und stattdessen ein so genanntes „Falschgelenk“ ausbildet. Unter Anderem kann der Grund für die verzögerte Knochenbruchheilung eine unzureichende Ruhigstellung oder zu frühe Belastung der Fraktur sein. Sehr oft betroffen sind von dieser gestörten Knochenheilung insbesondere Unterschenkel, Oberschenkel, Oberarm, Elle, Speiche und das Kahnbein. Pseudarthrose kann jedoch auch schon von Geburt an vorhanden sein, wie zum Beispiel am Schienbein.
Eine Hüftkopf- oder Femurkopfnekrose hat zur Folge, dass durch die schlechte Durchblutung ein Teil des knöchernen Oberschenkelknochenkopfes abstirbt. Häufig kommt eine Hüftkopfnekrose bei Alkoholkranken und bei Diabetikern des Typs mellitus vor. Verletzungen des Hüftknochens oder eine anhaltende Therapie mit Antikoagulantien können allerdings ebenso der Grund für eine Femurkopfnekrose sein.
Die Extrakoporale Stosswellentherapie wird allerdings nicht bloss bei Knochenheilungsstörungen eingesetzt. Auch die Beseitigung von Pankreasgangsteinen ist so möglich. Das sind Ablagerungen von Kalkkonkrementen im Gangsystem der Bauchspeicheldrüse bei einer Pankreatitis. Auch bei einem Fersensporn wird die Extrakorporale Stosswellentherapie angewandt. Ein Fersensporn, auch Kalkaneussporn genannt, ist eine dornartige, verknöcherte Ausziehung des Fersenbeins, die sich durch Reizung entzünden und dann Schmerzen verursachen kann.
Ebenso finden Patienten, die eine Kalkschulter oder einen Tennisellbogen haben, dank Extrakorporaler Stosswellentherapie Hilfe. An einer Kalkschulter leiden hauptsächlich Frauen zwischen 40 und 50 Jahren. Dabei bilden sich Kalkdepots in Form von Minikugeln in den Strukturen, die das Schulterblatt umgeben. Erreichen diese Einlagerungen irgendwann eine bestimmte Grösse, führen diese zu Schmerzen bei Drehbewegungen des Arms über Schulterhöhe. Ein Tennisellbogen entsteht bei einer Überbeanspruchung der Unterarmmuskulatur, also durch extreme oder immer wiederkehrende Bewegungen. In Folge dessen kommt es zu Schmerzen im Unterarm und er ist nur noch eingeschränkt belastbar. Der Tennisellbogen ist eine Insertionstendopathie, so wie die Achillodynie. Die Achillodynie ist ebenso eine von der Belastung abhängig schmerzhafte Resonanz auf mechanische Verletzung von Sehnengewebe, ausgelöst mittels wiederkehrender Überbeanspruchung. Achillodynie bedeutet, dass eine Überbeanspruchung der Achillessehne vorliegt, ausgelöst beispielsweise durch Langstreckenlauf.
Bei einer solchen Vielzahl von angestammten Anwendungsbereichen der Extrakorporalen Stosswellentherapie ist es sehr erfreulich, dass die Gesundheitslehre sich so zügig weiterentwickelt und eine derart fortschrittliche Therapieform wie die Extrakorporale Stosswellentherapie ins Leben gerufen hat.


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