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Der erste Schritt in ein Leben ohne Zahnarzt Phobie

written by SebastianU
at 10:42 am
on September 28, 2010
in Gesundheit, Medizin
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Viele Menschen kennen das unangenehme Gefühl, im Empfangsraum der Zahnarztpraxis zu sitzen und darauf zu warten, dass der eigene Name aufgerufen wird. Die Geräusche, die man manchmal während des Wartens aus dem Behandlungszimmer hört, sind oftmals wenig vertrauenserweckend. Wird man schließlich aufgerufen, steigert sich die Nervosität und man denkt nur noch an den Moment, in dem man die Praxis endlich wieder verlassen kann. Unter diesen Symptomen, die man unter dem Begriff Zahnbehandlungsangst zusammenfassen kann, leiden ca. 60-80% der deutschen Bevölkerung. Sie lassen ihre Zähne ungern behandeln und verspüren bei jedem Termin ein Angstgefühl. Sie überwinden jedoch die Angst, da sie wissen, dass ihre Zahnprobleme sich nur verschlimmern, wenn sie die Termine hinausschieben oder nicht regelmäßig zur Kontrolluntersuchung gehen. Dieses Wissen haben auch die Zahnarzt Phobie Patienten, doch anders als Patienten mit „normaler“ Behandlungsangst können sie sich meist nicht mehr dazu überwinden, Termine auszumachen und auch wahrzunehmen. Oftmals sind sie über Jahre hinweg nicht in der Lage, etwas gegen ihre extreme Angst zu unternehmen. Es fällt nicht schwer, sich auszumalen, welche Auswirkungen dies auf die Zahngesundheit der Betroffenen hat. Neben starken Schmerzen, die oftmals auftreten, kann die Zahnarzt Phobie auch zu Beeinträchtigungen im privaten und beruflichen Leben führen. Spätestens dann, wenn die Zahnschäden von außen sichtbar werden, beginnen die meisten Betroffenen, sich zurückzuziehen und zu isolieren. Im schlimmsten Fall hat dies weitere psychische Erkrankungen zur Folge. Es ist also essentiell, dass diese Patienten Hilfe erhalten. Der erste Schritt ist dabei der schwierigste – die Patienten müssen sich an einen Arzt wenden und diesem von ihrer übermäßigen Angst vor dem Zahnarzt erzählen. Natürlich können sie dabei Unterstützung von Freunden und Familie erhalten, jedoch müssen sie letztendlich selbst aktiv werden, denn sie können nicht erwarten, dass ein Arzt ungefragt auf sie zukommt. Hat man einen vertrauenswürdigen und einfühlsamen Arzt gefunden, sieht die Lage nach dem ersten Vorgespräch oft schon besser aus. Man weiß, welche Maßnahmen durchgeführt werden müssen  – in vielen Fällen ist es nicht einmal so schlimm wie vermutet. Kann man ein Vertrauensverhältnis zu dem Arzt aufbauen, steht der gemeinsamen Arbeit an den Problemen (sowohl an den Zahnschäden als auch an der Phobie) nichts mehr im Wege.


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