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Der Dolmetscher

written by nico123
at 11:46 am
on Juni 8, 2008
in Kommunikation
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Früher war der Dolmetscher auch unter dem Namen Tolmetsch bekannt. Im Gegensatz zu dem Übersetzungen überträgt der Dolmetscher gesprochenen mündlichen oder Gebärdensprache von einer Ausgangssprache in eine Zielgruppe. Der Beruf des Dolmetsches wird durch verschiedenste Faktoren geprägt und charakterisiert. Zum einen ist dies die Flüssigkeit des Textes und zum anderen die nonverbalen Faktoren wie Gestik, Mimik und Intonation. Aber auch die Redegeschwindigkeit und die allgemeine Körpersprache machen den Beruf um einiges schwerer wie er auf den ersten Blick erscheinen mag. Die verschiedenen Dialekte die in jeder Sprache vorhanden sind, tun mehr oder weniger ihren Rest dazu. Im Gegensatz zu Berufsbezeichnungen wie Arzt und Notar ist der Beruf des Dolmetschers in der Bundesrepublik Deutschland und in Österreich nicht gesetzlich geschützt. Somit kann die Ausübung des Berufes auch ohne die entsprechenden Prüfungen getätigt werden. Dies führt natürlich dazu, dass sich recht viele Laien auf dem Markt befinden. Jedoch gibt es einige Spezialisierungen die durch Zertifikate geschützt sind. Diese sollen vor missbräuchlicher Anwendung schützen. Hierzu gehören insbesondere der „öffentlich bestellte und beeidigte Dolmetscher“, der „staatlich geprüfte Dolmetscher“ und der „allgemein beeidete und gerichtlich zertifiziert Dolmetscher“. Die einzelnen Bezeichnungen variieren zwischen den Bundesländern in Deutschland, sowie durch den Hochschultitel der erworben werden kann. Einst kam die Berufsbezeichnung aus dem ungarischen nach Deutschland. Tolmács gehört zu den ungarischen Lehnwörtern. Aber auch das Ungarische hat das Wort aus einer anderen Sprache abgeleitet, dem Türkischen. Aber auch das Kroatische, Polnische und das Tschechische weisen vergleichbare Wortformen auf.

Nicola Lavacca

nesta123@gmx.net


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