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Abmahnungen – das böse Erwachen für Internetnutzer

written by Martina
at 10:42 am
on September 28, 2010
in Internet
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Um rechtlich auf der sicheren Seite zu sein, wenn man im Internet unterwegs ist, sollte man sich selbst darum kümmern, die nötigen Informationen einzuholen. Denn auch hier schützt Unwissenheit vor Strafe nicht. Wer sich also im Medienrecht nicht ausreichend auskennt, riskiert, unwissentlich Fehler zu begehen und Gesetze zu übertreten. Die Strafe folgt oft auf dem Fuße: Abmahnungen sind keine Seltenheit. Ganz im Gegenteil – besonders in Deutschland spricht man mittlerweile von einer regelrechten Abmahnwelle, die über das Land schwappt. Das hat unter anderem mit einer speziellen Regelung zu tun, die es in den meisten anderen Ländern Europas gar nicht gibt. Hierzulande müssen nämlich die Abgemahnten selbst die Kostennote des gegnerischen Anwalts begleichen. Es mangelt den Abmahn-Anwälten also nie an Aufträgen. Besonders häufig wird eine Filesharing Abmahnung verschickt. Tatsächlich sind illegale Musikdownloads ein großes Problem für die betroffenen Unternehmen. Dies liegt jedoch weniger an böswilligen Absichten der Internetnutzer als an deren Unwissenheit und an den vielen Angeboten, die es im World Wide Web gibt. Diese sind nämlich oft explizit als kostenlos gekennzeichnet, sind aber dennoch bzw. gerade deshalb illegal. Dies kann man allerdings beim besten Willen nicht wissen, wenn man sich noch nicht ausreichend mit dem Thema IT-Recht auseinandergesetzt hat. Das böse Erwachen kommt schließlich mit dem Mahnschreiben, das neben der Unterlassungserklärung meist hohe Kosten beinhaltet. Der abmahnende Anwalt lässt sich seine „Arbeit“ natürlich gut bezahlen. Meist liegt die Kostennote an der oberen Grenze dessen, was Anwälte in solchen Fällen in der Regel verlangen. Dabei haben besonders die Anwälte, die häufig abmahnen und teilweise schon dafür berüchtigt sind, die Schreiben oftmals bereits vorgefertigt und versandbereit zur Hand.
Viel kann man im Nachhinein nicht mehr dagegen tun, wenn man einmal abgemahnt wurde. Am sinnvollsten ist es immer noch, selbst einen Anwalt hinzuzuziehen und sich von ihm beraten zu lassen. Allerdings sollte mit ihm unbedingt ein Pauschalhonorar vereinbart werden, da sonst unüberschaubare Zusatzkosten entstehen können.


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